Zitat der Woche:
Nehmen wir uns nicht zu viel vor.
Es genügt die friedliche und ruhige Suche
nach dem Guten an jedem Tag, zu jeder Stunde,
aber ohne Übertreibung und Ungeduld.
Papst Johannes XXIII
Letzte Änderung: Mittwoch, 25. Januar 2012
Beiträge und Anregungen gerne an Frank Sarnes.; Auswahl des Zitats der Woche: - G. Löhr
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Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu
Grenadierstraße 15, 76133 Karlsruhe,
Tel. 0721/ 97 30 08-0, Fax: 0721/ 97 30 08-5
e-m@il: pfarrbuero@herz-jesu-ka.de
Marianne Reimann, Pfarrbüro: Mo/Di/Do 15-18 Uhr
Helmut Krug, Pfarrer, Leiter der Seelsorgeeinheit
Martin Kalt , Kaplan
Karl-Friedrich Spinner, Pastoralreferent
Melanie Philipp, Gemeindereferentin
Fabian Finger, Gemeindereferent
Dominik Axtmann, Kirchenmusik
Liebe Gemeinde
Der 1. Januar ist ein eigenartiger Tag. Irgendwo im Hinter- kopf geistern noch die Schatten der feucht- fröhlichen Nacht herum. Übernächtigt und verkatert blinzelt manch einer ins Licht des neuen Jahres mit allem, was es bringen mag.
Es gilt, wieder neu zu beginnen, und das kann oft ein schmerzhafter Prozess sein. Nicht von ungefähr sagen wir: „Aller Anfang ist schwer.“ Darüber können auch die Böllerschüsse der Neujahrsnacht nicht hinwegtäuschen, dass viele den glück- lichen Stunden des vergangenen Jahres nachtrauern und sie mitnehmen möchten ins neue Jahr.
Zum Glück gibt es vieles, was uns dabei Brücken baut und hilft, den Schritt nach vorne zu wagen, auch wenn der Weg noch nicht so klar ist. Die Familie und Freunde sind solche Brücken, die vertraute Umgebung, das, was wir gelernt haben und können, ein gesundes Selbstvertrauen und für viele vor allem das Vertrauen auf Gott. Er ist ja die stärkste aller Brücken über die Zeit, denn „Sein ist das Jahr, Sein ist die Zeit und die Ewigkeit“. Mit Gott an der Seite dürfen wir darauf vertrauen, dass das neue Jahr ein gesegnetes Jahr wird und manche guten Wünsche sich erfüllen.
Vor einigen Jahren formulierte der Münsteraner Pfarrer von Sankt Lamberti ein Gebet, das bleibende Gültigkeit besitzt: „Herr, setze dem Überfluss Grenzen und lasse die Grenzen flüssig werden. Lasse die Leute kein Falschgeld machen, aber auch das Geld keine falschen Leute. Nimm den Ehefrauen das letzte Wort und erinnere die Ehemänner an ihr erstes. Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit und der Wahrheit mehr Freunde. Bessere Beamte und Geschäftsleute, die wohl tätig sind, aber nicht wohltätig. Und hilf uns, dass wir in den Himmel kommen, aber bitte nicht gleich.
Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes neues Jahr und das Vertrauen, dass Gott es gut mit uns meint.
Helmut Krug, Pfarrer
Aus „Der Sonntag, BNN 01.Januar 2012
Nachbarschaftshilfe
Wenn Sie unsere Nachbarschaftshilfe in Anspruch nehmen möchten, melden Sie sich bitte in Ihrem Pfarrbüro. Sie möchten gerne mitarbeiten? Sie können sich für Aufgabenbereiche entscheiden, die gut zu Ihnen passen: z. B. Kinderbetreuung, (Mit-)Hilfe bei der Haushaltsführung (Einkaufen, Bügeln, Nähen, Kochen), Krankenbesuche und Begleitung zum Arzt und zu Behörden usw.. Für den jeweiligen Einsatz erhalten Sie eine kleine Aufwandsentschädigung.
Maria Magdalena





ÖGZ Maria Magdalena verkauft!
Die bisherigen Träger des ÖGZ Maria Magdalena, der evangelische Kirchenbezirk Karlsruhe und die katholische Pfarrgemeinde Herz Jesu, sind übereingekommen, das Gebäude an die Karlsruher serbisch-orthodoxe Gemeinde zu verkaufen. Derzeit laufen die abschließenden Verhandlungen, die Übergabe wird in absehbarer Zeit erfolgen.
Die serbisch-orthodoxe Gemeinde feiert bereits seit 01. Januar ihre Gottesdienste in der Maria-Magdalena-Kirche.
Einige evangelische und katholische Aktivitäten werden auch in Zukunft im ÖGZ stattfinden, Konfirmandenunterricht und Erstkommunionvorbereitung.
„Wenn Du den Frieden willst, bewahre die Schöpfung"
Freiburg / Mannheim / Lima (pef). Wege suchen, Brücken bauen – Hoffnung schenken: Die Partnerschaft zwischen der Erzdiözese Freiburg und der katholischen Kirche in Peru steht auch in Zukunft vor großen Aufgaben. So ist der Schutz der Umwelt in den Vordergrund der gemeinsamen Aktivitaeten gerückt (mit dem Leitwort: „Wenn Du den Frieden willst, bewahre die Schöpfung"). Das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft wurde am Samstag (3.12) und Sonntag (4.12) in Lima gefeiert. „Es waren 25 gute, lebendige und gesegnete Jahre", sagte Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, der sich bei einer Reise durch Peru mit einer Delegation aus dem Erzbistum Freiburg von der Lebendigkeit und Bedeutung der Partnerschaft überzeugt hatte.
Herzlicher Empfang der Delegation
Die Delegation war von den Partnern in Trujillo, Motil, Santiago de Chuco und in Lima mit grosser Herzlichkeit empfangen worden: An den Flughäfen spielten Blaskapellen – viele Partnergemeinden kamen mit Transparenten, um die Gäste aus der Erzdiöezese Freiburg zu begrüssen. Die Peruanische Bischofskonferenz zeichnete Erzbischof Zollitsch und den bisher für die Partnerschaft zuständigen Domkapitular Wolfgang Sauer mit ihrer Ehrenmedaille aus; im Garten der Bischofskonferenz wurde ein Partnerschaftsbaum gepflant. In der Kathedrale waren die Partnerschaftsfeierlichkeiten mit einem Festgottesdienst eröffnet worden – Hauptzelebrant war der Erzbischof von Lima, Kardinal Cipriani. Zu einem Jubiläumsseminar in Lima waren rund 500 Engagierte aus ganz Peru angereist. Auch der deutsche Botschafter in Lima, Joachim Christoph Schmillen, würdigte die Bedeutung der Partnerschaftsarbeit zwischen der Erzdiöezese Freiburg und der katholischen Kirche in Peru.
Einladung zum Katholikentag
Erzbischof Zollitsch hat die Partner aus Peru zum Katholikentag nach Mannheim (Mai 2012) eingeladen: "Wir wollen Sie dabei haben. Sie sind herzlich eingeladen, mit uns einen neuen Aufbruch zu wagen – ein neuer Aufbruch in unseren Gemeinden, in unseren Herzen – über Grenzen hinweg." Er erinnerte an eine Predigt seines Vorgängers Oskar Saier, der bei einem Lima-Besuch gesagt hatte: „Wenn wir in der rechten Weise Partner werden, können wir einander helfen, die Chancen zu sehen und den Gefahren zu begegnen: Weil wir in einem solchen Miteinander Wege suchen, wie sich weltweit eine grössere Gerechtigkeit verwirklichen lässt."
"Bewahrung der Schöpfung gewinnt an Bedeutung"
Die Reise der Delegation sowie die Feierlichkeiten in Lima waren beeinflusst von Protesten gegen eine geplante Gold- und Kupfermine im Norden des Landes. Tausende Demonstranten zogen zum Laguna Cortada in der Region Cajamarca, wo von 2014 an in der "Conga-Mine" geschürft werden soll. Zudem gab es Proteste in der 160 Kilometer entfernten Provinzhauptstadt Cajamarca: Straßen waren blockiert, Geschäfte und Schulen geschlossen, es ruhte der öffentliche Nahverkehr. So konnten einige Engagierte aus der Partnerschaftsarbeit nicht zu den Jubiläumsfeierlichkeiten nach Lima kommen. Zugleich wurde deutlich, wie aktuell und brisant das Thema „Bewahrung der Schöpfung" in der Partnerschaft mit Peru ist. Inge Auer, die Vorsitzende des „Ausschusses Weltkirche und Partnerschaft" des Diözesanrates der Erzdiözeses Freiburg sagte: „Wir alle sind verantwortlich für die Bewahrung der Schöpfung. Wir alles müssen zusammenarbeiten für die Zukunft der Welt und der Menschheit: Hier und dort – sie und wir – zusammen."Die umstrittenen Minen-Projekte und die Bewahrung der Schoepfung beschäftigen auch Caritas international in Freiburg.
25 Jahre Partnerschaft - ein gelungenes Modell weltkirchlicher Beziehung
Als Zeichen der Partnerschaft wurde im Garten der peruanischen Bischofskonferenz gemeinsam ein Baum gepflanzt.
Die Reise der Delegation endet am Freitag (09.12.). Die 25-jährige Partnerschaft des Erzbistums Freiburg und der Kirche in Peru wird getragen von den drei Säulen „Spiritualität", „Kommunikation" und „Solidarität". Es ist ein gelungenes Modell weltkirchlicher Beziehung, bei dem nicht die finanzielle Hilfe im Vordergrund stehen soll, sondern das engagierte Bemühen an der Arbeit der Partner Anteil zu nehmen. Mit dem Partnerschaftsjubiläum soll auch eine notwendige Standortbestimmung vorgenommen werden. Durch die Formulierung im Motto, die „Zeichen der Zeit deuten" zeigt sich bis in den Wortlaut hinein die Selbstverpflichtung, die die katholische Kirche im Zweiten Vatikanischen Konzil eingegangen ist.
Hintergrund Peru:
Im rohstoffreichen Peru werden in großem Stil Kupfer, Gold, Zink, Silber und Buntmetalle abgebaut sowie Erdöl- und Erdgasvorkommen erschlossen. Der Raubbau an den Bodenschätzen bringt für die Bevölkerung in der Umgebung gesundheitliche Gefahren mit sich. Peru verdankt den Minen ein beachtliches Wirtschaftswachstum. In den 90er Jahren hat die Regierung Fujimori massiv den Bergbau gefördert, um Investoren ins Land zu holen. mMittlerweile sind für den Abbau von Mineralien 15 Millionen Hektar Fläche an ausländische Bergbaufirmen vergeben - eine Fläche größer als die der Benelux-Staaten. Im Regenwald ist eine weitere Fläche von der Größe der Niederlande für die Förderung von Erdöl, Erdgas, Gold und Holz vergeben. Die Kehrseite dieser wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte ist die extrem hohe Belastung der Umwelt und die existentielle Bedrohung der Landbevölkerung.
(rge)